Methode

Die Methode verbindet künstlerische, philosophische und wissenschaftliche Arbeits- und Denkmodelle. Künstler, Wissenschaftler und Pädagogen verlassen ihre Nischen und arbeiten an gemeinsamen Projekten. Der Arbeitsansatz ist ihrer Herkunft entsprechend: philosophisch, experimentell, sinnlich und erzieherisch.

 

Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur verändert und schult den Menschen und seine Wahrnehmung. Kunst und Kultur sind Mittel, den eigenen Standpunkt zu finden und zu artikulieren. Auf dieser Basis ist das Verständnis des Anderen erst möglich. In diesem Sinne ist Kunst gesellschaftliche Arbeit. Sie setzt gesellschaftliche Potentiale frei.

 

In den SPACEWALK-Projekten schaffen die Beteiligten virtuelle, das heißt mögliche Welten, Spielwelten. In diesen "neutralen Trainingsräumen" entwickeln die Mitspieler Material, Haltungen und Sichtweisen, die sie in der Realwelt verwenden können. Die Erfahrung in den virtuellen Welten verändert die Wahrnehmung der Realwelt und macht sie veränderbar. Dabei findet die Arbeit von SPACEWALK im Allgemeinen an einem realen Ort, in einem realen Raum statt. Dieser Ort ist aber zugleich ein ideeller Ort. So wie beispielsweise ein Fußballfeld ein realer Ort ist, aber gleichzeitig Ort einer eigenen, abgeschlossenen Spielwelt.

 

Die Projekte orientieren sich in Struktur und Inhalt an den Rahmenbedingungen und beziehen die Teilnehmenden und ihre Lebenswelt in den Gestaltungs- und Organisationsprozeß mit ein. Jedes Projekt von SPACEWALK wird durch die spezifische Planung und seine Teilnehmenden einmalig - zum Unikat.

 

Kern der Projekte ist das Initiieren eines künstlerischen Prozesses. Kunst nicht verstanden als ein  Produkt für einen kleinen Kreis von Kennern, sondern als ein jedem, entsprechend seinen Voraussetzungen, zugänglichen Prozess, dessen Ziel es ist Menschen nicht an der Kunst, sondern am Leben zu interessieren. SPACEWALK ermutigt die Projektteilnehmenden, Agenten in eigener Sache zu werden.